Die Mutter vom Bananenbrot Uschi
- oder "Wie diese Idee entstand..." -
Warum überhaupt lag das Bananenbrot wochenlang auf dem Balkon??? Die Fotos von der Schlampe hätte ich auch drinnen machen können...
Aaaaalso... Um das zu erläutern, muss ich etwas in die Vergangenheit schweifen:
Eines schönen, spätherbstlichen Freitagabends letzten Jahres viel mir auf, dass ich fast noch nichts gegessen hatte, aber bald mit Freunden feiern gehen wollte, und dafür sollte eine gewisse Nahrungsgrundlage doch vorhanden sein. Sonst kauf' ich mir wieder nachts um 3:00 Uhr fünf Cheeseburger oder zwei Döner! Also ging ich in die Küche und fand... nichts... bis auf einen harten Laib Brot, etwas Butter und eine Banane. Warum nicht mal was völlig verrücktes machen, dachte ich mir und es entstanden schnell erst ein attraktives Bananenbrot und dann noch drei weitere. Ich aß drei davon, doch dann passierte etwas völlig Unvorhergesehenes, Schockierendes und Schreckliches. Noch heute wache ich schweißgebadet und wie ein Tokyo-Hotel-Fan kreischend auf, nachdem ich dieses Unglück im Traume extrem realistisch und in Echtzeit wiedererlebt habe: Ich war gesättigt vom dritten Bananenbrot. Konnte vom letzten Brot nur noch zweimal beißen und musste es dann schließlich, ermattet und resigniert, weinend und traurig, blutüberströmt und kaum mehr Herr meiner Sinne, weglegen... Ich befreite mich von ca. 1759,73 Milliliter meines eigenen Erbrochenen (offentsichtlich hatte ich Bananenbrote gegessen) und legte das übrige und herzerreißend aussehende Bananenbrot geistensabwesend irgendwohin. Es geriet schnell in Vergessenheit. Ich hatte schließlich doch noch einen schönen Abend...

Einige Tage später schließlich, ich saß gerade mit Flo auf dem Balkon - wir waren ziemlich nackt - aber das tut eigentlich ja nichts zur Sache - wir debatierten über frühe Philosophien von Schopenhauer, entdeckte er das vergessene und
kaltherzig alleingelassene Bananenbrot auf dem Geländer meines Balkons. Er sagte: "Hey, da ist ein vergessenes und kaltherzig alleingelassenes Bananenbrot! Wer war das?" Ich sagte: "Oh - also... weißt Du, ähm... das ist... äh... wie kommt das denn dahin?". Kalter Schweiß rann mir von der Stirn und warmer Harn glitt meine riesigen, haarigen Beine hinab.
Ich erbrach mich auf die 200 Meter tiefer gelegene idyllische Wiese auf ein kopulierendes Pärchen, das gerade Sex hatte (ziemlich nackt). Erbost sprang Flo von seinem 3000-Dollar-Sessel und rief: "Was wolltest du mit dem Brote sprich, du finsterer, finsterer Wüterich!" - "Haltet ein, teurer Freund. Es ist doch nur ein trocken
Bananenbrot," rief ich und spürte den Warmen Kot. "Ein trocken
Bananenbrot, welch Blasphemie! Fürbass, ich bin der Kobold und werde dich bestrafen! Für die Ehre von Greyskull! Das Orakel hat gesprochen, eiderdaus und Hühnerdreck, Meck meck meck das Brot - oh Schreck!". "Ey, Flo, hassese nichmehr alle????" fragte ich...
Naja so oder so ääähnlich hat sich das damals zugetragen... Aus Ehrfurcht vor Frederek Van De Hoochbaakjes, so nannten wir das
Bananenbrot schließlich, wagte ich es nicht, selbigen zu entfernen, so verweilte er noch mehrere Wochen verängstigt in der garstigen kalten Realität meines erbarmungslosen Balkones und weinte bitterlich über die brotlose Kunst des Verderbens und die Vergänglichkeit des Seins. Frederek, also
die Mutter vom Bananenbrot, schrieb einige Gedichte, die in verrauchten Zynikerkreisen ein paar gute Kritiken bekamen, aber damit konnte er sich auch nicht über Wasser halten... Wieder geriet er in die Nebel der Vergessenheit... erst später entdeckte ich ihn wieder neu. Das interessante war, dass die Bananenscheiben total ausgetrocknet waren und dadurch viel kleiner geworden waren (und schwarz). Da Frederek nun kaum noch von ihnen bedeckt war, sah ich ihn in fast völliger Blöße preisgegeben. Je länger er also da lag, desto
nackter war er! Und durch die frische Luft und den Regen verschimmelte er wenigstens nicht... so schnell... Gefunden war eine gute Möglichkeit,
Fotos von einem Bananenbrot zu machen, das von alleine immer
nackter wird! Letztendlich verwarf ich diese Idee dann aber wieder und irgendwann war Frederek völlig vom Winde verweht...
Wie ging es dann weiter? Das erfahrt ihr in der Rubrik
"Das Leben des Brotes"